Das war 2016!

Und auch dieses Jahr ist bei uns viel passiert, erfreulicherweise mehr Positives als Negatives.
Fangen wir an mit unserem Get Together Programm, was gerade zum Anfang des Jahres einen unglaublichen Auftrieb bekommen hat – andauernd wurden wir zu Veranstaltungen eingeladen, um entweder gemeinsam mit anderen Leuten frei nach unserem Motto „Integration geht durch den Magen“ zu kochen oder um bei Podiumsdiskussionen mitzudiskutieren.

Bis in den Juni hinein fand unsere Veranstaltungsreihe monatlich statt, danach verabschiedeten wir uns in eine lange Sommerpause und es ging erst im Oktober weiter. Grund dafür waren zeitliche Kapazitätsengpässen unsererseits.

Waren wir 2015 noch in den schönen Monaten des Jahres im Frankfurter Garten unterwegs, haben wir uns dieses Jahr entschieden, in der Gethsemanegemeinde im Nordend zu bleiben, da wir es hier durch die Küchennutzung ein bisschen einfacher bei der Organisation haben.

Wie unsere Aktion „Integration geht durch den Magen“ in 2017 weiterverlaufen wird, steht noch nicht ganz fest, da wir derzeit dringend Leute suchen, die noch ein wenig mitorganisieren. Habt ihr Lust? Kommt vorbei und sprecht oder schreibt uns an!

Außerdem gab es zwei Seiten-Events: Integration geht durch die Ohren im Zukunftspavillon, wo wir die unterschiedlichsten Menschen zusammenbringen konnten, um zu jammen! Wow – da ging es wirklich heiß her! Auch bei dem anderen Event kam man ins Schwitzen – beim Fußballspiel „Geflüchtete gegen die EZB“. Die Fussballgruppe der Europäischen Zentralbank hat gesammelt und allen, die mitgespielt haben, Trikots und andere Ausrüstung geschenkt! Damit es nicht nur beim Fussballspielen blieb, hat ShoutOutLoud sich um die Rahmenbedingungen gekümmert und alle Fussballer im Anschluss im Frankfurter Garten – natürlich mit geretteten Lebensmitteln – verköstigt.

 

Seit Anfang November diesen Jahres veranstalten wir außerdem noch eine weitere Veranstaltung im Rahmen unseres Get Together Programms. Gemeinsam mit und in der Presence Kulturlounge bieten wir jeden Donnerstag zwischen 19 und 21 Uhr „Lounge & Language“ an. Hier können sich Deutschsprechende und Deutschlernende treffen, um ca. 1,5 Stunden unter unserer Anleitung über bestimmte Themen zu sprechen, um so auf unterhaltsame und spannende Art und Weise ins Gespräch zu kommen, welche sie gegen Ende so vertiefen können, wie sie möchten. Ziel dieser Aktion ist, dass die Deutschlernenden ihre Sprachkenntnisse verbessern können.

Diese noch sehr junge Veranstaltungsreihe hat sich auch gut etabliert und wir glauben, dadurch unseren Beitrag an einer gelungeneren Integration für ganz unterschiedliche Menschen leisten zu können.
Auch hierfür suchen wir dringend Unterstützung für Vorbereitung und Anleitung des Abends – kommt doch einfach mal donnerstags zwischen 19 und 21 Uhr in die Presence Kulturlounge in der Wittelsbacher Allee 72 in Frankfurt vorbei und macht mit. Wenn ihr dann Lust habt, sprecht uns an und veranstaltet mal euren eigenen Lounge & Language Abend!

 

Nun kommen wir zu zwei traurigen Nachrichten, bevor der Bericht mit einem fulminanten Ende schließt:
Die erste ist, dass wir seit einiger Zeit kein „Kein Plastik für die Tonne“ Programm mehr haben – dies liegt daran, dass unsere Programmleiterinnen aufgehört haben und wir noch keine Nachfolge gefunden haben. Das Thema Plastik- und Müllvermeidung liegt uns aber nach wie vor am Herzen! Meldet euch, wenn ihr Lust habt, hierzu kräftig anzupacken! Auf kreative Projektvorschläge eurerseits freuen wir uns!
Die zweite traurige Nachricht ist, dass wir aus strategischen Gründen zum Ende des Jahres unser einziges internationales Programm „Schule für Sahel“ ausgliedern werden. Über die Monate mussten wir einfach feststellen, dass unsere Kernkompetenz derzeit das Thema Essen ist, ob nun im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung oder als integratives Mittel, um die verschiedensten Leute zusammenzubringen.

Doch zurück zu den guten Nachrichten:
Extrem an Fahrt aufgenommen hat unser Programm „Kein Essen für die Tonne“. Ziel unseres Engagements ist es nach wie vor neben mehr Bewusstsein für das Thema an sich sowie das eigene Einkaufsverhalten auch kreative Ideen mitzugeben, was man aus Resten zu Hause noch so alles anstellen kann!

Wo wir dieses Jahr überall unterwegs waren? Zum Beispiel auf dem Wandeltag, dem Nachhaltigkeitsfestival von Pier F, der Fairen Messe in Bornheim, der Fair Finance Week der GLS Bank, auf dem Climathon, im Theaterhaus oder auf dem Dottenfelder Hof mit unserem eigenen Pop-Up Restaurant im Rahmen der Klimagourmetwoche… Die Liste ist lang und den sommerlichen ShoutOutLoud-Höhepunkt feierten wir mit unserem eigenen Foodfestival mit vielen Partnern und Freunden im Lola Montez, an dem wir ca. 1000 Menschen mit geretteten Lebensmitteln bekochen konnten.
Irgendwann wurde uns klar: Catering können wir, viele Menschen mit unserem Hauptthema „Lebensmittelverschwendung“ erreichen können wir auch! Wir fühlten, dass wir noch weiter gehen müssen, um unseren „Impact“ zu vergrößern. Die Idee: Ein eigener Foodtruck! Denn der kann dann auf der einen Seite mit einem Team, welches für seine Arbeit auch bezahlt werden soll, regelmäßig auf Märkten unterwegs sein und Caterings durchführen und auf der anderen Seite haben wir als Verein noch viel besser die Möglichkeit, ehrenamtlich Kurse zum Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit anzubieten und dabei dann natürlich auch zu kochen. Solche Kurse sollen in Zukunft unter dem Motto „Think Tank“ angeboten werden. Eine Gruppe von Pioneers into Practice von Climate-KIC hat uns dafür gerade eine gute Konzeptbasis erarbeitet!

Nachdem die Idee geboren war, hat in unzähligen Stunden ein kleines hochmotiviertes ShoutOutLoud-Kernteam einen Businessplan erstellt, damit wir nun über die Crowdfunding-Kampagnenplattform startnext bis Mitte Januar mind. 30.000 Euro sammeln können, um uns unseren Traum eines eigenen Foodtrucks erfüllen zu können. Schaut gleich vorbei auf https://www.startnext.com/bestekueche und spendet uns einen kleinen Betrag (am besten auf „Freibetrag“ klicken und eine freie Spende eintragen – so unterstützt ihr uns am allerbesten). 🙂

Der Foodtruck wird übrigens in einem eigenen unabhängigen Verein – dem ShoutOutLoud: Beste Küche – Resteküche e.V – agieren, der unter das Dach von ShoutOutLoud e.V. gestellt wird.
So bleibt ShoutOutLoud e.V. nach wie vor 100% ehrenamtlich und gemeinnützig motiviert und unsere Beste Küche – Resteküche darf dann durchaus auch Geld verdienen, natürlich immer unter dem Aspekt, dem Ende (oder sagen wir mal der Reduzierung) der Lebensmittelverschwendung entgegenzuarbeiten…
Zu guter Letzt bleibt uns noch zu erwähnen, dass unsere Arbeit ausgezeichnet worden ist: Zum einen mit dem 2000 Euro dotierten Umweltpreis der Carl und Irene Scherrer Stiftung, zum anderen mit dem 1000 Euro dotierten dm Preis „Helferherzen“, worüber wir uns natürlich außerordentlich gefreut haben!
Als Ausblick auf 2017 können wir euch jetzt schon versprechen, dass es extrem spannend bleibt. Sobald die Crowdfunding-Kampagne – hoffentlich erfolgreich – abgeschlossen ist, bekommen wir eine neue wunderschöne Homepage! Wenn wir genug Geld einsammeln konnten, geht es richtig los: Foodtruck (oder Anhänger und Auto) suchen, umbauen, festes Team zusammenstellen, loskochen… Und was eben noch so alles dazugehört!

Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf 2017!

Posted on 2. Januar 2017 in Verein allgemein

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Anna-Mara Schön

About the Author

Initiatorin, Mitgründerin, Vorstandsvorsitzende von SOL und Programmleiterin für Kein Essen für die Tonne, 1985 in Hessen geboren, Master in Supply Chain Management, derzeit Promotionsstudentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Fulda im Bereich Humanitäre Logistik am HOLM - House of Logistics and Mobility in Frankfurt. Motivation: Es gibt zu viele Probleme auf der Welt, um wegzuschauen oder sich einfach immer nur darüber zu beschweren. Wenn man mit einer Situation nicht zufrieden ist, muss man aufstehen und sie ändern!

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